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Weinbau im Saarbachtal

Im relativ friedlichen 18. Jahrhundert ging es, vor allem unter der Reichsgräfin Marianne von der Leyen, wieder aufwärts. Sie förderte gezielt den Obst- und Weinbau in ihrer Grafschaft Blieskastel. Die Nachwirkungen der französischen Revolution und die napoleonische Kriege warfen den spärlichen Weinbau in der Saarregion vorübergehend zurück. Dazu trugen auch das Ende der Adelsherrschaft und die Säkularisierung der Klöster im Jahre 1806 bei. Die kirchlichen Besitztümer wurden "verweltlicht" und versteigert. Vor allem wohlhabende Bürger aus Saarbrücken und St. Johann und einige Großbauern übernahmen die noch vorhandenen Weinberge. Die Kleinbauern legten, anfangs nur zum Eigenbedarf, Weingärten an. Dies dürfte auch im Saarbachtal der Fall gewesen sein. Zumindest mündlich überliefert ist dies an der Banngrenze zwischen Fechingen und Eschringen, nahe dem Pfaffenbrunnen. Diese Neuanlage muss aber sehr bald wieder aufgegeben worden sein, vielleicht bedingt durch den Bau der in den 1860er Jahren angelegten Landstraße, die den Weinberg teilte.

Wingerthumus und Rebenberg ca. 1915

Ausschnitt aus dem ergänzten bayerischen Urkataster (Stand: ca. 1915) mit den Fluren "Wingerthumus" und "Rebenberg"

Auch der Rebenberg, der im bayerischen Urkataster wieder als Flurbezeichnung auftaucht, scheint nur kurzzeitig bestockt gewesen zu sein. In Fechingen, am Ortsausgang in der Flur "In den Reben", ist für die 1830er Jahre Weinbau nachgewiesen, und zwar für die Jahre 1834 und 1835. Die Mostgewichte müssen sehr niedrig gewesen sein: jeweils nur 5 Baumé - das entspricht etwa 5 % Alkohol.

Rebenberg

Blick vom Gräfinthaler Weg auf den Rebenberg (ca. 1910)



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